Die Pfarr - Partnerschaft mit der Gemeinde von Sr. Johanna Datzreiter

Sr. Johanna Datzreiter stammt aus Obergrafendorf in NÖ und ist die Schwester der Frau Stefanie Horvath, die als Mitarbeiterin die Pfarrgemeinde St. Christoph unterstützt. Als nun im Jahre 2002 die pfarrliche Partnerschaft mit der Gemeinde Jakobina in Brasilien auslief, man dort auf eigenen Füßen stehen konnte, war es sehr nahe liegend, diesen familiären Kontakt pfarrlich zu nutzen und ab 2003 eine Partnerschaft mit Sr. Johanna einzugehen, ihr dadurch Hilfe anzubieten.

Sr. Johanna gehörte auch zu denjenigen Schwestern, die 2002 einen Rebellen-Überfall auf ihre Missionsstation miterleben musste, sie war eine von zwei Überlebenden.

Seit mehr als 35 Jahren ist sie als Missionarin in Afrika tätig. Liberia, Ghana und die Elfenbeinküste gehören zu ihrem Betätigungsgebiet. Die Not ist überall groß: Die Rivalität zwischen den einzelnen Stämmen bildet den Hintergrund. Kriege und Stammesfehden im Kampf um die reichen Bodenschätze haben die Länder seit Jahrzehnten gelähmt. Nur 30% der Kinder können die Schule besuchen, der Rest muss mithelfen die Familie zu erhalten, oder den Eltern fehlt schlicht das Geld, um die Lehrer zu bezahlen. Viele Kinder sind als Soldaten eingesetzt; ihre Rehabilitation ist eines der großen Anliegen. Die Betreuung von Kranken ist traditionell eine Aufgabe der Kirchen: Lepra und Aids sind hier in Afrika die großen Probleme. Durch die Größe und Unwegsamkeit der Gebiete bedingt, sind die wenigen Priester oft nur selten - vereinzelt nur einmal im Jahr - in den Gemeinden um Eucharistie zu feiern. Die Ausbildung von Katechisten für die Betreuung der Gemeinden vor Ort ist daher ein dringendes Anliegen.

In einem Brief an die Heimat schildert sie die Situation als sehr schlecht; durch die lange Zeit der Bürgerkriege in den Ländern ringsum gibt es viele Flüchtlinge zu betreuen. Die öffentliche Hand gibt derzeit keine Unterstützung, so dass die Missionen ganz auf Spenden aus der Heimat angewiesen sind. Sie setzt die erhaltenen Spenden für den Ankauf von Werkzeug für die Landwirtschaft und Samen in der Flüchtlingsbetreuung ein.

Es gehört zum fixen Programm der Pfarrgemeinde von St. Christoph, für die Partnergemeinde Veranstaltungen zu organisieren. Suppentag und Solidaritätsessen gehören zum jährlichen Kalender. Der Spendenreinerlös gehört den Projekten unserer Sr. Johanna. Sie ist mit uns brieflich verbunden, auch konnten wir uns schon über den Besuch der kleinen, drahtigen, starken Frau freuen.

Auszug aus Briefen von Sr. Johanna:
Die kleine Mia sagt: "Danke" an alle, die dazu beigetragen haben, ihr das Leben zu retten. Sie hatte Meningitis im Kopf und war am Sterben. Dank des neuen Autos konnte ich das Kind noch rechtzeitig nach Monrovia ins Krankenhaus bringen. Sie ist das einzige Kind der jungen Frau neben mir. Der Vater wurde im Krieg erschossen.

Die Kinder sagen "Danke" für den Reis, der aus Spendengeldern aus Österreich finanziert wurde. Die Frau am Bild kümmert sich um die Kinder ihrer Schwester und Nachbarin, die beide gestorben sind. Auch der Mann wurde getötet. Die eine Frau starb bei der Geburt ihres zweiten Kindes. Nun liegt die ganze Last auf der hageren Frau am Foto. Einmal am Tag können die Kinder dank der Spenden Reis essen.

Frauen und Männer aus dem Lager helfen zusammen, um eine große Ausbildungshalle zu bauen. Die Frauen warten hier auf den Hausfrauenunterricht (Auch Sr. Johanna unterrichtet) Die Männer auf der anderen Seite der Halle lernen mit Holz umzugehen, Landwirtschaft, Bauarbeit, um sich später, wenn sie ins Dorf zurückkehren, helfen zu können. Der Krieg hat ihnen nichts gelassen. Sr. Johanna unterrichtet Religion (Bibel), AIDS- und Kinderinformation etc.

Regelmäßige pfarrliche Veranstaltungen für die Partnergemeinde:

SUPPENTAG jeweils in der Fastenzeit
SOLIDARITÄTSESSEN jeweils im Herbst

Spenden für die Partnergemeinde werden jederzeit gerne entgegengenommen.

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