Karwoche und Ostern zuhause feiern

Leider ist es heuer aufgrund der gegebenen Umstände nicht möglich, die Karwoche und Ostern in unserer Pfarre in gewohnter Art und Weise zu feiern. Umso mehr sind wir alle dazu eingeladen, die Osterliturgie über die Medien mitzuerleben oder selber zuhause Wortgottesdienste zu feiern. PAss Sonja Hörweg hat dazu einige Anregungen - nicht nur für Kinder - zusammengestellt, die Sie hier online abrufen können (Seelsorge - Ostern zuhause feiern). 

Gedanken zum Tag - 2. April 2020

Es ist nicht immer einfach zu sagen: "Dein Wille geschehe ...". Der Glaube ist immer ein Wagnis. Ich sehe das in Analogie zur (zwischen)menschlichen Liebe: Ich stehe zu jemandem, auch wenn er/sie mich nicht vor allem Übel bewahren kann. Gott kann das, aber er lässt zu, dass uns etwas passiert, was wir nicht wollen. Ich schreibe bewusst "nicht wollen", weil z.B. der Tod eigentlich nicht negativ ist, er gehört zum Leben. (Klingt hart, nicht wahr?) Von allem Übel werden wir im Zustand des Himmels befreit und u.a. deswegen ist das der Himmel. Jetzt ist die Zeit der Probe und Prüfung. Aber auch für diese Zeit hat Gott uns viel Schönes und Gutes geschenkt. Schaut nur aufmerksam!

Euer Pfarrer Bogdan

Links zum Weiterlesen:
Gedanken und Tagesimpulse sowie Videos aus den letzten Tagen
Gebet in der Corona-Krise 

Wort des Pfarrers zur aktuellen Situation

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Pfarrgemeinde,

die ganze Welt befindet sich im Ausnahmezustand, und die Ursache und die Auswirkungen kennen wir alle. Auch unsere Pfarre St. Christoph in Baden - als Gemeinschaft und als jedes einzelne Mitglied - leidet unter den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Es ist traurig und in der Geschichte einmalig, dass das öffentlich-pfarrliche Leben in etlichen Ländern ganz zum Stillstand gekommen ist.

Was sollen wir tun? Das Ganze nur über uns ergehen lassen? Ich glaube nicht. Auch wenn in unserer Pfarre alle Gottesdienste und Veranstaltungen abgesagt worden sind, bedeutet das noch nicht, dass die Pfarrgemeinschaft aufgehört hat zu existieren. Wir können nach wie vor beten, die Bibel lesen, zum Gebet vor dem Allerheiligsten in die Kirche kommen (sie ist täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr offen), auch alleine in der Kirche den Kreuzweg beten ... Not macht erfinderisch, also sollen wir nach neuen Wegen suchen, wie wir unseren Glauben stärken und bewahren. Auch die Medien können uns dabei helfen, weil regelmäßig Gottesdienste im Radio, im Fernsehen und auch im Internet übertragen werden (so kann man z.B. von Montag bis Samstag immer um 8:00 Uhr die Morgenmesse mit Kardinal Christoph Schönborn im Livestream der Erzdiözese Wien mitfeiern). Es gibt allerdings auch jeden Tag eine hl. Messe in St. Christoph - diese zelebriere ich alleine, ohne physische Anwesenheit der Gläubigen, aber in geistlicher Verbundenheit mit ihnen. Ich bete also jeden Tag für euch. Wir können auch versuchen, dass wir dreimal am Tag gleichzeitig beten: die uralte Praxis des „Angelus“-Gebetes, auch aus der Not der damaligen Zeit entstanden, bietet sich an. Dreimal am Tag läuten die Glocken, so können wir um 8:00, um 12:00 und um 19:00 Uhr gleichzeitig (und im Geiste gemeinsam) beten. Im alten Gotteslob finden wir das Gebet unter der Nummer 2.7, im neuen unter der Nummer 3.6. Auch im Internet sind die Texte abrufbar (z.B. hier). Lasst es uns versuchen.

Wir sollen die persönlichen Kontakte beschränken, heißt es. Umso mehr sollen wir die anderen Möglichkeiten wahrnehmen, mit den Menschen zu kommunizieren, die unsere Pfarrgemeinde bilden. Lasst uns telefonieren, um die Kontakte aufrecht zu halten. Und vergessen wir nicht zu fragen, ob Hilfe notwendig ist. Manchmal kann eine Kleinigkeit den ganzen Tag erhellen und die erzwungene räumliche Isolation erträglicher machen.

Noch zwei wichtige Neuigkeiten: die heurigen Erstkommunionen finden sicher zu einem anderen Zeitpunkt als geplant statt. Die neuen Termine werden später bekanntgegeben, wenn man die Lage besser einschätzen kann. Das Gleiche gilt höchstwahrscheinlich für die Firmung. Auch die geplante Pfarrreise nach Israel findet später statt, und zwar genau ein Jahr später, vom 1. bis zum 8. Mai 2021.

Mit Gottes Hilfe lassen wir uns nicht unterkriegen!

Im Gebet verbunden

Euer Pfarrer
 

Segen